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Mit der richtigen Dämmung Heizkosten reduzieren

 

23. März 2015 – Das Thema Fassadendämmung stand in den vergangenen Monaten häufig negativ in den Schlagzeilen. Von brennbarem Sondermüll an der Außenwand und nur geringen Einspareffekten bei den Heizkosten bis hin zur Schimmelbildung in Räumen war die Rede. Ein Titel sprach in seinem Aufmacher sogar von „Volksverdämmung“. Doch so einfach ist das Thema nicht zu bewerten, weiß der Verband Wohneigentum NRW e.V.

Welches Dämmsystem ist geeignet?

Die nach wie vor günstigste Möglichkeit der Fassadendämmung ist die Aufbringung von Verbunddämmstoffen aus Polystrol. Polystrol oder EPS wird allgemein als Styropor bezeichnet. Gerade diese Dämmsysteme stehen in der Medienkritik. Doch wenn das Material für eine Fassade geeignet ist und fachgerecht aufgebracht wurde, kann es über viele Jahre effektive Dienste leisten, sagen die Experten. „Wer aktuell eine Fassadendämmung seines Hauses plant, sollte nicht allein nur auf den Preis achten“, so der Appell von Hans-Michael Schiller, dem 1. Vorsitzenden des Verband Wohneigentum NRW e.V. Ratsam ist, wenn Bauherren und Renovierer vor einer geplanten Maßnahme mit einem Energieberater sprechen, der im Idealfall das jeweils sinnvollste Dämmverfahren für das Gebäude ermittelt. Auch der beauftragte ausführende Handwerksbetrieb sollte unbedingt sein Fach verstehen, damit sich die scheinbar günstige Fassadendämmung nicht zu einem „Fass ohne Boden“ entwickelt.

Langfristig denken

In Deutschland sind viele der heute bewohnten Gebäude in den 1950er und 1960er Jahren entstanden. Drei Viertel des Gebäudebestandes stammt aus der Zeit vor 1978. Damals wurde ganz anders gebaut als heute. Welche Dämmung ist also für ein älteres Gebäude ideal?

Die erwähnte Verbunddämmung mit Polystrolplatten in Kombination mit einem Außenputz kostet unter Hinzurechnung aller anfallenden Kosten im Schnitt etwa 100 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Eine andere interessante Variante ist die vorgehängte Fassade, bei der Dämmstoffe wie beispielsweise Mineralwollplatten an der Außenwand befestigt werden und anschließend über eine Lattenkonstruktion eine hinterlüftete Fassade aus Holz oder Schiefer angebracht wird. Der Vorteil der Hinterlüftung ist, dass sich keine „feuchten Ecken“ bilden, an denen Schimmel entstehen kann. Dies verhindert schon die permanente Luftzirkulation. Solch eine Konstruktion schlägt mit Komplettkosten zwischen 130 bis 150 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Die teuerste Variante ist sicherlich das Anbringen einer Klinkerfassade. Hier fallen schnell Komplettkosten für die Dämmung und die Klinkerfassade zwischen 160 bis 200 Euro für den Quadratmeter an.

Experten zu Rate ziehen

„Die Dämmung einer Außenfassade ist für jeden Bauherrn eine Investition in die Zukunft, die mindestens zwischen 20 und 30 Jahre Bestand haben wird und sich rechnen muss. Aspekte wie Nachhaltigkeit und ein positives Wohnklima sollten dabei genauso betrachtet werden wie die anfallenden Kosten und die Einspareffekte bei den Heizkosten. Bei solch einem Großprojekt ist es wichtig, den richtigen Experten vertrauen zu können. Eine erste Anlaufstelle für Fragen kann sicherlich die Verbraucherberatung NRW sein, die über entsprechende Adressen von Fachleuten verfügt“, berichtet Hans-Michael Schiller weiter.

Innendämmung statt Außendämmung

Es gibt aber auch Häuser, bei denen eine Außendämmungen nicht angebracht werden darf, weil es sich beispielsweise um denkmalgeschützte Fassaden handelt oder Gebäudefluchten bzw. Grenzbebauungen eingehalten werden müssen. In dem Fall kann eine Innendämmung der Wände die Alternative sein. Um effektiv zu dämmen, sind Dicken von ca. 60 mm üblich. Manche Systeme erzielen bereits mit 40 mm Dicke die gleichen Dämmwerte. Auch hier sind die erwähnten Experten die richtigen Ansprechpartner.

Natürlich gibt auch der Verband Wohneigentum NRW e.V. wertvolle Tipps rund um das Thema Dämmen. Eine E-Mail an info@verband-wohneigentum.info genügt.


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