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Austauschpflicht für alte Heizkessel

 

04. Mai 2015 – Der Verband Wohneigentum NRW e.V. weist auf die seit Anfang des Jahres wirksame Austauschpflicht für alte Heizkessel hin. In Ein- und Zweifamilienhäusern müssen seit dem 1. Januar 2015 Öl- und Gasheizkessel außer Betrieb genommen werden, die vor 1985 eingebaut wurden. Grundlage hierfür ist die aktuelle Energiesparverordnung (EnEV 2014), die am 1. Mai 2014 mit vielen verschärften Regeln in Kraft trat. Die Tauschmaßnahmen dienen dem Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahre 2050 deutschlandweit einen klimaneutralen Gebäudebestand zu realisieren. Erreichen lässt sich dies nur durch das Einsparen von deutlich mehr Energie – sei es beim Heizen oder Kühlen, beim Wassererwärmen sowie beim Lüften und bei der Beleuchtung.

Etwa 75 Prozent des Gesamtbestandes der Heizanlagen gelten in Deutschland als veraltet und stehen damit praktisch vor dem Aus. Eigentümern, die nicht nachrüsten, drohen empfindliche Geldstrafen.

Diverse Ausnahmeregeln

Allerdings hat der Gesetzgeber auch einige Ausnahmeregeln definiert. Von der Austauschpflicht befreit sind beispielsweise Brennwert- und Niedertemperaturkessel, da sie per se schon über einen hohen Wirkungsgrad verfügen. Davon ausgeklammert sind jedoch sogenannte Konstanttemperatur- oder Standardheizkessel. Entscheidend ist immer die Kennzeichnung auf dem Typenschild des Kessels! Ebenfalls von der Tauschpflicht ausgenommen sind Anlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen sowie Heizkessel, die weniger als vier bzw. mehr als 400 KW Leistung haben.

Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die bereits vor dem 1. Februar 2002 ihre Immobilie selbst genutzt haben, sind ebenfalls von der Pflicht zum Kesseltausch befreit. Kommt es jedoch zu einem Eigentümerwechsel, endet die Befreiung und der neue Besitzer muss den alten Kessel innerhalb von zwei Jahren durch einen neuen ersetzen.

Förderaktion in NRW nutzen

Aktuell gibt es in NRW noch bis zum 30. Juni eine gemeinschaftliche Förderaktion des Sanitär-Heizung-Klima-Handwerks, der Heizungsindustrie sowie der Energieversorger. Hauseigentümer, die ihren alten Kessel gegen einen neuen tauschen, können eine finanzielle Unterstützung erhalten.

Umwelt schonen

„Die Umrüstung auf moderne Heiztechnik ist nicht nur ein Beitrag für die Umwelt: Im Schnitt betragen die jährlichen Kosten für Heizung und Warmwasser bei einem Einfamilienhaus rund 2.500 Euro. Jedes Jahr werden also sprichwörtlich enorme Summen ‚verheizt‘, weil eine veraltete Technik zum Einsatz kommt. Durch den Umstieg auf moderne Systeme lässt sich der Verbrauch um etwa die Hälfte reduzieren, so dass sich die Investition für den Nutzer schnell amortisiert“, sagt Hans-Michael Schiller, der 1. Vorsitzende des Verband Wohneigentum NRW e.V.

Der Verband Wohneigentum NRW e. V. gibt wertvolle Tipps rund um das Thema Kesseltausch. Eine E-Mail an info@verband-wohneigentum.info genügt. Weitere Infos zur Kesseltausch-Kampagne sowie zum Anmeldeverfahren finden Interessenten auch unter:
www.kesseltausch-nrw.de.


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